Aktiv im Alltag

Veröffentlicht auf von SchliLoup

Es herrscht ein Dschungel aus wohltätigen Organisationen und Gesellschaften für soziale Zwecke. Ehrenamtliches Engagement ist ein Treiber unserer Gesellschaft, von Integration und Bildung. Genau wie ein zentraler Planer nie die Wirtschaft so gut planen und steuern kann wie es die Marktwirtschaft imstande ist, so füllt ehrenamtliches Engagement Bereiche, in denen der Staat noch nicht vordringen konnte oder gar nicht die Ressourcen und das Wissen zum Eingreifen hat. 

Ehrenamtliches Engagement bereichert unser gesellschaftliches Leben, daher sollten Initiativgründungen und Projekte leicht zu realisieren sein, der Staat durch Kontrolle und Aufsicht allerdings auch Korrektheit sicherstellen und Wildwuchs vermeiden. Es sollte Anreize geben, die ehrenamtliches/ gesellschaftliches Engagement attraktiv machen, zumindest sollten diesem keine Steine in den Weg gelegt werden. Dass jeder nur aus "Gutmenschentum" anderen helfen sollten, ist meiner Meinung nach eine Illusion. Wieviele Studenten engagieren sich aus Lebenslauftechnischen Gesichtspunkten, wie viele Bürger bringen sich zur Selbstdarstellung ein? Die nach außen hin größten Gutmenschen sind dabei oft die Verdächtigsten, aber letztendlich ist es doch besser, jemand engagiert sich und bringt sich ein, auch wenn es jetzt nicht aus den selbstlosesten Absichten geschieht.

Das Argument "es ändert sich sowieso nichts" darf nicht mehr als rechtmäßig hingenommen werden, jeder kann gewissen Wandel bewegen und so ein Antriebsrad unserer weiteren Entwicklung werden.

 

Was bietet sich an? Wie findet man mögliche Einsatzmöglichkeiten für einen selber? Bei meiner Recherche bin ich darauf gestoßen, dass viele Städte dafür inzwischen eine eigene Internetseite anbieten, zum Beispiel hier einmal zwei Links für Berlin und München: 

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In vielen weiteren Städten gibt es (Armen-)Tafeln oder Suppenküchen, die an bedürftige Stadtbürger Essen ausgeben. Hier ein beispielhafter Artikel dazu:http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Armut-gibt-es-auch-im-reichen-Duesseldorf_aid_628008.html

Es gibt zahlreiche Nachbarschaftshilfen, Mehrgenerationenprojekte und Studentenorganisation. Von letzteren gibt es zum Beispiel "Rock your life", eine Initiative, die Hauptschüler durch einen Studenten während ihrer letzten beiden Jahre betreuen lässt und somit die Jobchancen des Hauptschülers verbessern möchte. Es gibt AIESEC, die weltgrößte Studentenorganisation, 1948 ursprünglich zum europäischen Austausch gegründet, um etwas wie den 2. Weltkrieg für die Zukunft zu verhindern. Heute gehen in dessen Rahmen tausende Studenten jedes Jahr mit AIESEC ins Ausland um ein Management-Praktikum oder ein Entwicklungspraktikum zu machen. Dabei lernen sie eine andere Kultur kennen und leben die globale Vernetzung so aktiv vor! Man kann Bildungspate werden und somit benachteiligten Kindern bei ihrer Schulkarriere helfen oder aber auch Integrationspate werden und somit eingewanderten Eltern oder ihren Kindern bei der Gewöhnung an Deutschland und der Einführung hier unterstützend zur Seite stehen. 

Wie man sieht, es muss nicht immer gespendet werden. Mit eigenem Engagement geht zudem möglicherweise eine höhere Befriedigung einher, da man nicht einfach nur Geld verschickt, sondern sich und seine Ideen einbringt! Spenden sind von der Steuer absetzbar zu bestimmten Teilen, warum sollte so etwas nicht auch für soziales Engagement machbar sein bis zu einer Obergrenze? 

Engagement, ob in Wirtschaft, Bildung, Organisationen, Parteien oder auf privater Ebene bringt unsere Gesellschaft voran und bereichert unser Leben. Es ist gelebte Mündigkeit der Bürger, die Leistungswillen und -fähigkeit zur (Mit-)Gestaltung unserer Gesellschaft unter Beweis stellt! Insofern Sie es noch nicht sind, werden Sie aktiv! 

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Veröffentlicht in Gesellschaftliche Themen

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