Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt
Bringt die Krise einen Schub in Richtung Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt? Zu wünschen wäre es, schließlich ist hohe Mobilität der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt eine der ökonomischen Bedingungen für einen Währungsraum.
Neben der Mobilität der Arbeitskräfte zählt zu den weiteren Voraussetzungen außerdem die Flexibilität der Löhne.
Es sind erste Schritte in beide Richtungen zu sehen, so starten wohl z.B. mehr Griechen als jemals zuvor Deutschkurse, erhoffen sich Spanier und Iren Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. http://www.welt.de/politik/ausland/article13883566/Junge-Griechen-stuermen-Deutsch-Kurse-in-Athen.html
Darüber hinaus steigen die Lohnforderungen der Gewerkschaften in Deutschland gewaltig an. Während u.a. Griechen und Spanier gewaltige Lohnkürzungen hinnehmen müssen, kann in Deutschland mit einem Anstieg der Löhne von über 2% gerechnet werden. Solange die letzlichen Lohnsteigerungen in gesundem Ausmaße für Deutschland bleiben, sind diese Tendenzen für das europäische Projekt zu begrüßen. Sie steigern die Nachfrage der Deutschen und reduzieren somit Ungleichgewichte in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit, Lohnlevel und Exportüberschuss.
Bleibt zu wünschen, dass dieser Prozess mit der Schaffung des Einen Marktes für Dienstleistungen auf europäischer Ebene unterstützt wird!
Stay tuned!