Ein neuer Geschäftsansatz

Veröffentlicht auf von SchliLoup

Weder gewinnmaximierend, noch völlig selbstlos. Weder NGO, noch Weltkonzern. Stattdessen werden Erlöse und Entwicklungsprojekte kombiniert. 

 

Coffee Circle, ein Berliner Start-Up aus dem Jahr 2010, hat keinen geringeren Anspruch, als eine "neue Art des Handelns" zu verfolgen. Sozusagen ein Mittelweg zwischen dem nutzenmaximierenden Homo Oeconomicus und dem altruistischen Gutmenschen. 

 

Zumindest der Ansatz klingt vielversprechend:

Coffee Circle kauft Kaffeebohnen vor Ort in Äthiopien ein und transportiert sie nach erfolgter Qualitätsprüfung nach Hamburg zur Weiterverarbeitung. Von Berlin aus gehen die Kaffeebohnen schließlich in den Vertrieb und werden nach Deutschland zu den Kunden verschickt. Das Besondere dabei ist, dass Coffee Circle den Kaffeefarmern so "direkten" Kontakt zu Kaffeetrinkern verschafft und jene somit bessere Preise erzielen können. Der Mehrwert für die Kunden liegt in dem Kauf von verantwortungsvoll gehandelten Kaffeebohnen. Denn es fließt nicht nur ein relativ großer Teil der Erlöse an die Kaffeefarmer in Äthiopien, mit einem Euro pro verkauftem Kilo unterstützt Coffee Circle auch Projekte vor Ort. 

 

Die Auswahl der Projekte erregt den Eindruck, als ob die Gründer von Coffee Circle langfristig denken:

 

- Als Erstes wurde ein Trinkwasser-Brunnen gebaut, der 2.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt

- Das zweite Projekt hat der örtlichen Schule Bücher, Hefte und Stifte gespendet

- Das letzte abgeschlossene Projekt hat die Gesundheitsstation vor Ort mit medizinischen Geräten ausgestattet

 

Insgesamt sollen die Bereiche Bildung, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung gefördert werden. Dies enstpricht ziemlich genau meiner Vorstellung, die ich im vorherigen Blogeintrag geäußert habe. 

 

Die 3 Gründer, ehemalige Roland Berger Berater, haben einen fulminanten Start hingelegt. Mit beschafftem Startkapital und einer Idee haben sie innerhalb eines Jahres namhafte Partner und zahlreiche Kunden gewonnen. Sie werden sich wahrscheinlich ein Unternehmergehalt genehmigen, von dem man einigermaßen leben kann und mit dem Gefühl leben können, etwas Sinnvolles zu tun. Der Ansatz ist interessant und verdient weiterhin verfolgt zu werden. 

Daher bin ich auf die weitere Entwicklung gespannt und erwarte mit Neugierde, ob sie tatsächlich "Pioniere einer neuen Art des Handelns" sein werden. Die Vision und das Konzept sind auf jeden Fall zu erkennen! 

 

Und wer sich selbst ein Bild machen möchte, folgend Website, Youtube-Channel und der Hinweis auf ihre Sommertour durch deutsche Städte: 

 

http://www.coffeecircle.com/ 

http://www.youtube.com/user/CoffeeCircle1

http://www.coffeecircle.com/blog/kaffee-sommertour/

 

 

 

 

 

 

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Veröffentlicht in Gesellschaftliche Themen

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