Den Tatsachen ins Auge geblickt

Veröffentlicht auf von SchliLoup

Mal wieder ein Artikel von Peer Steinbrück. Kurz und präzise geschrieben. Liest sich allerdings wie ein Beitrag von einem Altkanzler. Nur dass Peer Steinbrück ja noch vor einer möglichen Kanzler-Kandidatur steht. Insofern bin ich gespannt, ob er seine Ansichten bei einer möglichen Kandidatur beibehält und in sein Programm aufnimmt. 


Folgend der Artikel und die enstcheidenden Abschnitte:

 

http://www.zeit.de/2011/34/Staatsverschuldung-Steinbrueck/komplettansicht

 

"Weder ist die Politik willens, um den Preis der Unpopularität und einer möglichen Abwahl entsprechende Entsagungen zu vertreten – oder auf teure Versprechen zu verzichten –, noch ist eine Vielzahl von Wählern bereit, die Lösung von Verteilungsproblemen zu belohnen und sich daran zu gewöhnen, dass nur so viel ausgegeben werden kann, wie vorher erwirtschaftet worden ist."

 

"In einem intakten und demografiefesten Sozialstaat müssten soziale Zusatzleistungen, die über die Absicherung der großen Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Armut im Alter und Pflege hinausgehen, vorher erwirtschaftet werden. Der Sozialstaat müsste in die Befähigung zu einem eigenverantworteten Leben investieren, statt am Ende nur zu reparieren. Das hieße zuallererst, den Anteil von Bildungsinvestitionen am Gesamtbudget zu steigern – durch Umschichtungen, Subventionsabbau oder Mehreinnahmen."

 

"Die Frage ist, ob wir uns an die damit verbundenen Änderungen und Anpassungen gewöhnen und der Droge der Verschuldung, die uns von politischen Konflikten entlastet und Wähler vermeintlich ruhig stellt, entwöhnen können. Tun wir es nicht, wird es eine harte Landung geben."

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